Geschichte

Innovativ aus Tradition

2020

Nach über 130 Jahren erfolgreicher Unternehmensgeschichte, in denen wir auf zwei Standbeine gesetzt haben, beginnt am 2. Dezember 2020 eine neue Ära für vanBaerle. Wir haben unser Schweizer Hygienegeschäft an Ecolab verkauft und fokussieren uns zukünftig voll und ganz auf den Geschäftsbereich Silikate.

2017

Am 19. April 2017 eröffnen wir unser neues Silikatwerk in der taiwanesischen Hafenstadt Taichung. Auf dem 5250m2 grossen Gelände sind derzeit 9 Mitarbeitende im Labor und in der Produktion tätig. Unsere Tochtergesellschaft vanBaerle Silicates Taiwan beliefert von Taichung aus den asiatischen Markt.

Per 30. Juni 2017 passen wir unser juristisches Kleid der wirtschaftlichen Struktur der Gruppe an und überführen es in eine reine Holdingform. Das Hygienegeschäft haben wir in eine eigenständige, neue Firma eingebracht: die vanBaerle Hygiene AG. Das Silikatgeschäft verbleibt in der vanBaerle AG, die zu einem späteren Zeitpunkt in die vanBaerle Silicates AG umfirmiert wird. Alle Supportfunktionen für die gesamte vanBaerle Gruppe übernimmt die ebenfalls neu gegründete vanBaerle Management AG.

Im August 2017 gründen wir unsere Tochtergesellschaft vanBaerle Swiss Hygiene GmbH in Lörrach, Deutschland.

2016

Am 30. März 2016 legen wir den Grundstein für unser neues Silikatwerk in Taichung, Taiwan. Mit diesem Projekt möchten wir die langjährige, erfolgreiche Präsenz unserer Silikatprodukte in Asien festigen. Durch die Produktion direkt vor Ort können wir flexibler auf Kundenwünsche eingehen und lange, umweltbelastende Transportwege vermeiden.

2013

Wir feiern unser 125-jähriges Firmenjubiläum. Aus diesem Anlass produzieren wir gemeinsam mit unserer Belegschaft am Standort Münchenstein ein „LipDub“ Video. Für alle Mitarbeitenden findet eine Jubiläumsfeier statt.

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2012

Gründung unser Tochtergesellschaft, vanBaerle Silicates Taiwan Co Ltd, in Taipei. Für die Errichtung eines Lösewerks erwirbt die vanBaerle-Gruppe eine Landparzelle in Taichung, Taiwan.

2010

Gründung unserer Tochtergesellschaft, vanBaerle Swiss Hygiene s.r.o., in Pardubice, Tschechien. 

2009

Die vanBaerle-Gruppe investiert in die Erneuerung des Silikatschmelzofens in Münchenstein. Die neue Anlage verbraucht rund zehn Prozent weniger Energie und ist zuverlässiger im Dauerbetrieb. 

2008

Zusammen mit der tschechischen KOMA-Gruppe, gründen wir die vanBaerle VS s.r.o.. Das Joint-Venture ist für den Vertrieb eines ausgewählten Silikate Produktportfolios beider Partner in Österreich mit angrenzenden Ländern bis nach Russland zuständig.

vanBaerle übernimmt das Hygiene Profigeschäfts der Held AG im Umfang von 1,2 Mio. CHF.

2006

Im Geschäftsfeld Silikate erfolgt der Relaunch der Brandschutzproduktlinien Silacot und Silacoll.

Die vanBaerle-Gruppe überarbeitet ihr Erscheinungsbild.

2005

Am Standort Münchenstein wird der Schmelzofen für Kaliumsilikatglas wieder in Betrieb genommen.

2003

Die Generalversammlung beschliesst die Namensänderung von van Baerle & Cie AG in die vanBaerle AG (vanBaerle SA / vanBaerle Ltd.)

2002

vanBaerle gründet die Tochtergesellschaft vanBaerle France S.A.S. in Mulhouse. Ihre Aufgabe ist die Repräsentation der vanBaerle-Gruppe gegenüber der Europäischen Union und die Sicherstellung der Erfüllung der EU-Chemikalienverordnung, heute bekannt als REACH.

2001

Angesichts der Konzentrationsbewegungen in der europäischen Papierindustrie beschliesst vanBaerle die Papiersparte an die finnische Kemira AG zu verkaufen. Die Transaktion umfasst Papierleime und Polymere für die Papier- und Kartonherstellung mit einem Umsatz von ca. CHF 5 Mio. 

2000

Am 10. August 2000 gründet vanBaerle die Tochtergesellschaft vanBaerle Silicates (S) Pte Ltd. in Singapur und baut damit ihre Präsenz in Asien aus.

vanBaerle ergänzt das Hygienesortiment durch die innovative Ambiance Linie. Kennzeichen der Ambiance Produkte sind Mikroorganismen, die störende organische Materialien abbauen.  

1998

vanBaerle übernimmt das Geschäft für professionelle Hygiene der MIFA, einem Tochterunternehmen der Migros Gruppe, im Umfang von 4 Mio. CHF.

1996

Daniel Schenk übernimmt als Hauptaktionär und Delegierter des Verwaltungsrates die Nachfolge des bisherigen Hauptaktionärs Rolf Eberenz.

Die letzten Mitglieder der Familie van Baerle treten aus dem Unternehmen aus. 

1990

Am 20.11.1990 erhält vanBaerle den mit 20‘000 CHF dotierten Innovationspreis beider Basel für die Entwicklung des Papierleimverfahrens RESOPLAN. Überreicht wird die Auszeichnung von den Regierungsräten Feldges (BS) und Spitteler (BL).

1988

Unter dem Motto „Erfahrung für die Zukunft“ feiert vanBaerle in diesem Jahr den hundertsten Geburtstag. 

1986

vanBaerle nimmt ein neues Produktionsgebäude für die Herstellung von Silikaten in Betrieb und errichtet eine Glasschmelzanlage.

1979

vanBaerle baut das Geschäftsfeld Papierchemie erfolgreich aus und beginnt mit der Produktion von SMAC (Styrol-Maleinsäure-copolymerisat) als Basis für Spezial-Oberflächen-Papierleime.

1963

Durch die Aufnahme der Produktion von Papierchemikalien wird die frühere „Seifenfabrik“ vanBaerle endgültig zu einem modernen Betrieb der chemischen Industrie.

1960

Der Ehasol Harzleim begründet die Sparte Papierchemie bei vanBaerle.

1952

vanBaerle bringt mit RELAVIT / RELAXIN als einer der ersten Hersteller der Schweiz Produkte für die automatische Geschirrreinigung auf den Markt. 

1945

Bereits vor dem Krieg zeichnet sich in der Kundenstruktur von vanBaerle (Kolonialwarenbranche) ein Wandel ab. Durch die Einführung der automatischen Waschmaschine wird die Seife mehr und mehr aus dem Haushalt verdrängt. An ihre Stelle rücken die Waschpulver, in denen die Seife teilweise durch sogenannte Tenside (Produkte der chemischen Grossindustrie) ersetzt ist. vanBaerle passt sich 1945 durch verschiedene Umstellungen dieser Entwicklung an: Die Fabrikation wird auf Produkte umgestellt, die für Grossabnehmer und Grossverbraucher bestimmt sind. Die Industrie, das Gewerbe und später auch die Landwirtschaft treten als Kunden in den Vordergrund. Dies ermöglicht eine Erweiterung des Handelsgeschäftes und die Aufnahme neuer Spezialfabrikate für bestimmte Industrien. Besondere Aufmerksamkeit widmet vanBaerle weiterhin dem Wasserglas und allen daraus hergestellten Produkten.

1943

Die Kommanditgesellschaft wird in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Felix van Baerle will sich nach 45 Dienstjahren zurückziehen. Sein Sohn, Felix van Baerle, übernimmt die kaufmännische, Dr. Alexander van Baerle die technische Direktion. Felix vanBaerle senior blieb bis zu seinem Tod im Jahre 1949 Präsident des Verwaltungsrates.

1939

Im Verlaufe der fünf Kriegsjahre machen sich gewisse Versorgungsschwierigkeiten bemerkbar: der Fettgehalt der Seifenprodukte muss auf behördlichen Befehl um ca. 20 % herabgesetzt werden. Die Seifenmärkli und andere durchaus notwendige obrigkeitliche Massnahmen erschweren die Arbeit des ohnehin durch Militärdienst reduzierten Personals enorm. Das Wasserglas, das seit 1925 aus dem Ausland bezogen wurde, wird eines Tages nicht mehr geliefert. vanBaerle baut daher einen modernen, elektrischen Ofen. Dieser ist zunächst nur als Provisorium für die Kriegszeiten gedacht, bleibt aber bis weit in die 60er Jahre in Betrieb.

1930

Die Wirtschaftskrise zu Beginn der dreissiger Jahre, übersteht vanBaerle verhältnismässig gut. Das Tätigkeitsgebiet erweiterte sich: der Handel mit Chemikalien, der sich bisher nur auf die Rohmaterialien der Seifenfabrikation beschränkte, wird durch weitere Artikel ergänzt. Das Leinöl dient nicht mehr nur zur Herstellung von Schmierseife, sondern wird zu Firnis (durchsichtiger Aufstrich für Gemälde) und anderen Produkten verarbeitet. Putzpulver und Bleichsoda werden in grossen Mengen produziert. Die Kernseife gewinnt ständig an Bedeutung.

Die besondere Aufmerksamkeit von vanBaerle gilt dem Wasserglas. vanBaerle ist bestrebt dieses zu verbessern und jedem Kunden die Qualität zu liefern, die für seine Zwecke am besten ist.

Die Herstellung von Natriummetasilikat wird aufgenommen. Dieses damals neue Produkt gewinnt in der Folge an Bedeutung. 

1928

Felix van Baerle, der zweite Sohn des Firmeninhabers, tritt wie sein Bruder Alexander in das Familienunternehmen ein.

1923

Die Jahre nach dem Ersten Weltkrieg waren auch für vanBaerle nicht leicht. Mit dem Aufkommen der ausländischen Konkurrenz muss vanBaerle den Wasserglasschmelzofen stilllegen und sich auf das Lösen des von auswärts bezogenen Glases beschränken. Die auf dem Markt erhältlichen Rohstoffe erlauben es wieder Produkte von guter Qualität in den Handel zu bringen. vanBearle konzentriert sich auf die Herstellung einer erstklassigen Schmierseife.

Dr. Alexander van Baerle, Chemiker und Sohn des Firmeninhabers, tritt in das Unternehmen ein. 

1914

Der Erste Weltkrieg trifft die schweizerische Wirtschaft völlig unvorbereitet. Der Schock ist so gross, dass vanBaerle die Fabrik für einige Wochen schliesst. Danach liefen die Geschäfte gut an. vanBaerle baut zwei neue Wasserglasöfen. Die Nachfrage ist so gross, dass das Wasserglas oft verladen wird, ehe es vollständig erkaltet ist.

Die übrigen Fabrikate, mit Ausnahme von BLITZBLANK, treten in den Hintergrund. Der Rohmaterialmangel zwingt vanBaerle auf Ersatzmaterialien auszuweichen, die eine Qualitätsminderung zur Folge haben.

1911

Alexander van Baerle tritt aus der Firma aus, um sich ganz dem väterlichen Geschäft in Worms zu widmen. Felix van Baerle ist somit alleiniger Inhaber und führt die Firma unter dem Namen „van Baerle & Cie.“ als Kommandit-Gesellschaft weiter.

vanBaerle baut den ersten Wasserglasofen der Schweiz. Bisher wurde das geschmolzene Wasserglas ausschliesslich von der Fabrik in Worms bezogen und in Münchenstein gelöst. 

1898

Infolge der Verlegung des Badischen Bahnhofs an seinen heutigen Standort muss der Standort in den „Langen Erlen“ aufgegeben werden. In Münchenstein wird die Firma neu aufgebaut.

Das junge Unternehmen fabriziert Seifen und chemisch-technische Produkte. Neben Schmierseifen stellt vanBaerle Waschpulver, Kristallsoda und Seifensand unter der Marke BLITZBLANK her. Die Kernseifen sind weniger bedeutend. Die „Teigseife“ ist hingegen ein begehrter Artikel.

Auf dem technischen Sektor handelte vanBaerle vor allem mit Putzfäden und Putzlappen, zu deren Reinigung die selbst hergestellten Mittel dienen. Ausserdem betreibt die Firma noch eine Wasserglaslöserei. Ein Grossteil der Produktion wurde zur Konservierung von Eiern verwendet.  

1896

Unter dem Namen „Gebrüder van Baerle“ wird das Unternehmen in Basel unabhängig. Alexander und Felix van Baerle sind nach dem Ausscheiden von Eduard Wöllner die Firmengründer. 

1888

Die Produkte der Firma „van Baerle & Wöllner“ in Worms erfreuen sich auch in der Schweiz grosser Beliebtheit, insbesondere die Schmierseife. Daher beschliessen die Inhaber anlässlich des 50jährigen Bestehens eine Filiale in Basel zu errichten. Das Personal bestand anfangs aus 12 „Arbeitern“, drei „Bürolisten“ und zwei „Reisenden“. 

1838

Vincenz van Baerle gründet in Worms eine Schmierseifenfabrik, die bereits wenige Jahre später mit der Produktion des neu erfundenen Wasserglases beginnt. Der heute noch geltende „Dualismus“ aus Hygiene- und Silikateprodukten bestand seit der Gründung der Firma in Worms. Mit dem Einstieg seines Schwiegersohnes Eduard Wöllner firmiert die Fabrik unter dem Namen „van Baerle & Wöllner“